Jagdreiterlehrgang beim Reitverein Leutershausen-Wiedersbach e.V

Der Reit- und Fahrverein Leutershausen – Wiedersbach bot mit der tatkräftigen Unterstützung der Frankenmeute interessierten Reiterinnen und Reitern vom 1. bis 3. Mai 2009 ein äußerst interessantes Jagdtraining an. Vor allem die jungen Reiter wollte man hierbei ansprechen, aber auch die erfahrenen Reiter mit Ihren jungen Pferden an den Jagdsport heranführen.

So trafen sich am Freitag den 1. 5.  rund 15 Reiter mit ihren Pferden an der Reitanlage von Frau Elfriede Leibold, die den Reit- und Fahrverein Leutershausen-Wiedersbach dort beherbergt. Unsere Kursleiterin, die erfahrene Jagdreiterin Gisela Strobel begrüßte um 9.00 Uhr die Teilnehmer und gab den geplanten Ablauf bekannt.

Die Inhalte des abwechslungsreichen Programms umfassten theoretische Unterrichte, in denen es um die Entwicklung der Jagdreiterei, die Entwicklung der Meuten in Deutschland, die zweckmäßige Ausrüstung für Ross und Reiter und vieles mehr ging. Im praktischen Teil wurde vor Allem der Gruppengalopp, das meistern verschiedener Geländesituationen und natürlich auch das Überwinden von festen Hindernissen vermittelt.

So wurde gegen 10:00 in die Sättel gerufen und zunächst allerlei Geländeformationen, die in die Trainingsstrecke integriert waren, wie natürliche Hügel, Hänge, Senken, Gräben, Wald- und Wiesenwege geritten. Im Anschluss an den zweistündigen Ritt wurden die Reiter von Frau Leibold mit einem Mittagessen empfangen, den das Zusammengehörigkeitsgefühl bei uns Jagdreitern ist schließlich besonders ausgeprägt und wird mit einem gemeinsamen Essen wohl mit am besten gefördert. Nach der Stärkung ging es, wie oben beschrieben mit dem theoretischen Unterricht weiter. Der weitere Verlauf stand nun ganz im Zeichen der Jagdhornbläserei. Der Bläserchef der Jagdhornbläsergruppe des Reitvereins Leutershausen-Wiedersbach, Gerd Rogner, hielt rund eine Stunde lang Unterricht in Sachen Jagdhornsignale anhand eines typischen Jagdverlaufs mit all seinen möglichen Situationen vom Aufsitzen bis zum Halali. Ihm an dieser Stelle ein großes Dankeschön. Man hätte bestimmt noch viel mehr Zeit in diesem wichtigen Teilbereich der Jagdreiterei zubringen können.

Ab 16.00 Uhr stand das Springen über jagdgerechte Hindernisse auf dem Plan. Hier zeigte sich, dass es für unerfahrene Pferde eine große Hilfe darstellt, wenn es hinter erfahrenen Pferden an die Hindernisse herangeführt werden kann. Im Schlepptau konnten so viele Erfolgserlebnisse bei den Paaren verbucht werden. Doch nach einigen Runden im „Springgarten“ hatte keiner der Teilnehmer mehr Probleme, die Hindernisse zu meistern. So fand der erste Tag einen erfolgreichen Abschluss.

Am Samstag ging es morgens um 10.00 Uhr wieder ins Gelände. Hierbei zeigten sich bereits im Vergleich zum Vortag erhebliche Fortschritte bei den Teilnehmern. Nach dem etwa einstündigen Geländeritt über unser abwechslungsreiches, fränkisches Terrain ging es dann wieder in den „Springgarten“. Diesmal stand auch eine Wasserstelle zur Verfügung, die zunächst in ruhiger Folge durchritten wurden. Es dauerte allerdings nicht lange, bis Reiter und Pferde ihren Spaß daran hatten, die Wasserstelle durchzugaloppieren. Auch am zweiten Tag gab es mittags wieder eine tolle Verpflegung und natürlich auch wieder Theorie am Nachmittag.

Den Höhepunkt des Wochenendes stellte zweifelsohne ein Ritt hinter den Beagels der Frankenmeute am Sonntag dar. Wie in den Tagen zuvor hatten wir auch am Sonntag wieder tolles Wetter mit Sonnenschein ohne Ende. Nach einem Weißwurstfrühstück sammelten sich die Reiter und folgten den Begrüßungsworten von Gisela Strobel und Ludwig Dittrich. Die Trainingsschleppe führte über Feld- und Wiesenwegen rund um Schloss Rammersdorf. Die Hunde unter der Führung von Ludwig Dittrich liefen nach der langen Winterpause bereits erstaunlich spurtreu und jagten mit großer Passion, so wie wir alle die fleißigen Beagles unseres Frankenpacks kennen, einfach ein Genuss. So hatten nach 2 Stunden alle Teilnehmer ein tolles Erlebnis hinter sich, dass nicht einzigartig bleiben wird. Viele der Teilnehmer bleiben mit ihrer Lehrgangsleiterin Gisela Strobel in freundschaftlichen Kontakt und haben bereits ihr Interesse für den Terminplan der Meute gezeigt. Durch den tollen Erfolg des Jagdreiterlehrgangs fühlen sich aber auch die Veranstalter bestärkt weiter in dieser Richtung zu arbeiten und werden auch künftig wieder Kurse anbieten.

Bericht: Horst Johrendt / Markus Kratzer

Bilder: Marion Bock

  

  

  

  

  

     

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

     

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

...vorbildliche Aufbauarbeit in Sachen Jagdreiterei! Danke Leutershausen-Wiedersbach, Danke Gisela!



Frankenmeute