Schleppjagd in Kronach

Wieder hatte ein Jagdtermin die Frankenmeute nach Oberfranken geführt. Hr. Dr. Eidt, der ein großer Förderer des Reit- und Jagdsportes in Franken ist, hatte am Samstag, den 12.9.2009 zur Schleppjagd nach Kronach-Dörfles eingeladen. Ausgerichtet wurde die Jagd erneut durch den Reitverein Kronach- Dörfles e.V. Die renovierte Reithalle war wie schon in den vergangenen Jahren durch die Mitglieder des Reitvereines liebevoll jagdlich dekoriert worden. Ein umfangreiches Büfett stand wie bei jeder Dörfleser Jagd zur Stärkung der Jagdreiter und ihrer Angehörigen bereit.

Bei bestem Jagdwetter trafen sich 25 Reiter im Heimatstall unseres Schleppenlegers Günter Biesinger. Gut gestärkt ging es nach einer kurzen Begrüßung los. Bei strahlendem Sonnenschein wurde der erste Run an den Ufern der Kronach entlang geführt. Günter, der ein sehr erfahrener Schleppenleger ist, nutzte seinen Heimvorteil voll aus. Mit vielen Windungen ‚Bogen und Durchgängen durch Hecken und Flussdurchquerungen legte er seine Schleppen so, dass sie der ursprünglichen Jagd hinter lebendem Wild sehr nahe kamen. Kronach ist keine Jagd, die durch viele Hindernisse besticht. Günter überraschte jedoch jedes Jahr aufs Neue durch eine anspruchsvolle Streckenführung, die auch die Rittigkeit der Pferde forderte. Auch die Zuschauer in der Autokolonne kamen auf ihre Kosten. Der Höhepunkt war ein Run auf der Anhöhe oberhalb von Dörfles, bei der die Zuschauer von der Jagdgesellschaft umrundet wurden. Allen war die Freude über den herrlichen Jagdtag anzusehen. Der Ausblick über die fränkischen Höhen war nicht nur bei diesem Wetter wunderbar und ließ im Zusammenklang mit den Schleppen nichts im Herzen eines Jagdreiters offen. Traditionell ging es zum Stopp wieder in den Festungsgraben der Feste Rosenberg.

Beim Stopp bekam unser Jonny ungewohnte Aufmerksamkeit. Er war schon vor Beginn der Jagd verladen worden, da er von einem Pferd getreten worden war. Ohne ein Jammern und Wimmern bewies er, wie zäh Beagles sind. Nach einer kurzen Untersuchung durch den Master kam die vorläufige Diagnose. Mit Verdacht auf einen Beinbruch hatte uns dann ein netter Kronacher direkt in die Tierklinik nach Bamberg gefahren, da das Meutefahrzeug an der Meute bleiben musste. Leider hatte sich nach dem Röntgen der Verdacht des Beinbruches bestätigt, Elle und Speiche des linken Vorderlaufes waren glatt durchbrochen. Am Montag wurde Jonny operiert, zur Stabilisierung der Fraktur wurde ihm eine Metallplatte eingesetzt. Zum Glück hatten wir schon seit vielen Jahren bei den Hunden keine derart schwere Verletzung mehr. Jonny befindet sich jetzt auf dem Weg der Besserung. Er genießt nun die Pflege durch unsere fürsorgliche “Beaglemama“ Birgit. Sie hat zur Zeit keine Welpen zur Aufzucht zuhause, deshalb übernahm sie die häusliche Pflege von Jonny für voraussichtlich 6 Wochen. Wenn Alles gut geht, kann er dann wieder zurück in den Kennel. Die Jagdsaison muss für dieses Jahr freilich ohne ihn zu Ende gehen.

Trotz des Unfalles mit unseren Jonny kann man nur sagen, dass dieser Samstag wieder ein Tag war, der Jagdreiterherzen höher schlagen ließ. Die Jagd in Oberfranken bei unseren Dörfleser Freunden wird uns noch länger in der Erinnerung bleiben und die Hoffnung auf ein Neues im nächsten Jahr wecken.

 ...hier eine Auswahl von Bildern...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein wahrer Genuss hier mitzureiten!



Frankenmeute