Erste Schleppjagd in Heideck auf Schloss Kreuth
Am 24.10.2009 stand ein weiterer Premiumtermin im fränkischen Jagdkalender auf dem Programm, die erste Schleppjagd in Heideck auf Schloss Kreuth. Obwohl hier eine Veranstaltung debütierte, war ein professioneller Ablauf bei vorhandener personeller Qualität erwartet worden. Die Planer und Organisatoren rund um den Feldführer Rainer Herbst hatten sich für das wundervolle Gelände rund um Schloss Kreuth in Heideck viel einfallen lassen, um die Schleppjagd mit der Frankenmeute für die Jagdreiter und Gäste so erlebnisreich wie möglich zu gestalten. Eine stolze Jagdherrin, Inge Schaal, durfte eine große Jagdgesellschaft auf der idyllisch gelegenen Reitanlage begrüßen.
Die Bedingungen waren perfekt. Ein tolles Ambiente im Schlosshof, die bläserische Vielfalt durch drei Gruppen von Jagdhörnern in B, Es und D. Die vielen erfahrenen Jagdreiter in guter Mischung mit dem Nachwuchs, die Hindernisse und nicht zuletzt einem „scenting day“ wie er im Buche steht. Bei der feucht „warmen“ Witterung liefen die Beagles der Frankenmeute auf Höchstform auf und jagten lediglich auf Trittsiegel sogar in unmittelbarer Tuchfühlung mit Äckern, auf denen vorher Gülle ausgebracht worden war, beeindruckend spurtreu. Als das Jagdgeschehen dann einen Sprung Rehe zum Verlassen ihrer Deckung veranlasste, gab es für die Reiter noch eine „kurze Präsentation“ einer realen Wildjagd. Die Equipage des Scheppjagdvereins hatte jedoch die Situation relativ schnell wieder geklärt, so dass lediglich die Kondition des Wildes geprüft wurde.
Am Stopp am Fuße eines schönen Südhangs konnten sich vor allem die Pferde von den sportlichen Anforderungen erholen, die sich durch das hügelige Profil der Heidecker Jagd ergibt. Die rund 35 Reiter stärkten sich ihrerseits mit „Handwurst, Brot und Gurken“, dazu ein gutes Bier aus der Region bei gekonnt gespielten Jagdfanfaren.
Im zweiten Teil der Jagd wurde es noch einmal spannend. Einige Gräben waren zu überwinden und ziemlich lange Passagen bergab, durchsäumt mit fassettenreichen Hindernissen warteten auf die Jagdreiter. Zwar forderte einer dieser Gräben seinen Tribut in Form eines Sturzes, jedoch blieb dieser Gott sei Dank ohne Folgen für Ross und Reiter.
Zur Curee` waren aber Alle froh und munter zur Stelle, um den Hunden mit gezogener Kappe den verdienten Respekt zu zollen. Ein dreifach kräftiges Horridoh auf die Jagdreiterei in Franken für dieses tolle, sportliche Meeting in Heideck auf Schloss Kreuth. Danke an die Familie Schaal, Danke Rainer!
Eine DVD mit allen Bildern der Jagd kann bei Petra Tillmanns für einen Obulus in die Hinderniskasse bestellt werden. Die Rufnummer ist 09144/6788.
Markus Kratzer, R.R.K.



























