Die besondere Schleppjagd in Weismain 2009
Nass, kalt und Graupel - die Wettervorhersagen für die Weismainer Schleppjagd am 17.10.2009 waren alles andere als einladend. Doch getreu dem Motto: "Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung" versammelte sich der harte Kern der Fränkischen Jagdreiter zum Stell-Dich-Ein im Gasthaus Jula. Hier stärkte man sich mit einem herzhaften Frühstück, das keine Wünsche offen ließ, um im Anschluss pünktlich um 12:30 Uhr zur Jagd aufzubrechen.
Nicht nur der Jagdreiter Schutzpatron Hubertus schien den Enthusiasmus der Teilnehmer belohnen zu wollen, sondern auch Petrus zeigte sich von seiner besten Seite: strahlender Sonnenschein und blauer Himmel begleitete die Jagdgesellschaft über den fränkischen Jura. Bei angenehmen Temperaturen und abwechslungsreichem und auch anspruchvollem Gelände liefen die Beagles der Frankenmeute - wie schon die ganze Jagdsaison auf Trittsiegel jagend - wieder einmal zur Höchstform auf, wie von den Reitern immer wieder lobend zu hören war. Zudem begeisterte die Landschaft mit ihren Hängen und Höhen, von denen man einen zauberhaften Blick bis ins Fichtelgebirge hatte. Bis man dieses Panorama jedoch genießen konnte, kam der eine oder andere Reiter sichtbar ins Schwitzen.
Nach einem kurzen Zwischenstopp zur Stärkung mit Getränken und leckeren Würsten in Wohnsig, wo auch die ansässigen Landwirte eingeladen waren, ritt man nach einem größeren Bogen über die mit Wacholderbüschen bestandenen Hänge des 454 Meter hohen Kalkbergs, auf dessen Plateau die Jagd endete. Bei Sonnenschein und einer herrlichen Aussicht über das Naturschutzgebiet des Kleinziegenfelder Tales mit seinen grotesken Felsformationen gab es beim Halali viel Lob von den Reitern für die Hunde, die Equipage, den Master und nicht zuletzt für den Organisator, den Schatzmeister des Schleppjagdvereins, Joachim Gerber. Im alten Schulhof zu Weismain erhielten die Hunde ihr wohlverdientes Cureè, während zum letzen Mal die Klänge der Trompes de chasse erschallten.
Nach dieser gelungenen und allseits gelobten Jagd traf man sich noch zum gemütlichen Beisammensein im Hotel Alte Post. Nahezu einhellig zog man das Fazit: Wer heute nicht geritten war, hatte eine der schönsten und anspruchvollsten Jagden dieser Saison versäumt. Ein allseitiger Wunsch war, dass es ein nächstes Mal im kommenden Jahr geben möge!
Die Veranstalter bedanken sich beim Jagdpächter und bei den Landwirten von Wohnsig, die durch ihr unkompliziertes Verhalten diese Jagd erst möglich gemacht haben. Ein weiterer Dank geht an die Stadt Weismain, die Bäckerei Schäfer, die Metzgerei Pregler und die Püls-Bräu.
Christine Gerber/Jürgen Hoepffner



